Mein Sohn Marshall, mein Sohn Eminem

Debbie Nelson über den bedeutendsten weißen Rapper aller Zeiten: Die Wahrheit über mein Leben als Eminems Mutter

Marshall Mathers alias Eminem ist mit über 57 Millionen verkauften Alben einer der erfolgreichsten Rapper aller Zeiten. Auf dem Weg nach oben erschuf er den Mythos vom weißen Rapper, der aus der Gosse kam. Seine Mutter stellte er dabei als asozial und kaltherzig dar.

Das gehörte alles zur Show, behauptet seine Mutter Debbie Nelson. Jahrelang hat sie geschwiegen und die furchtbarsten Beschimpfungen ertragen, doch nun will sie in ihrem Buch die Wahrheit über Eminems Kindheit und Karriere erzählen. Sie hat es satt, als schlechteste Mutter Amerikas zu gelten.

Als Nelson zum ersten Mal entsetzt die Songtexte ihres Sohnes hörte, wollte er sie beschwichtigen: Je abstoßender er sich gebe, desto mehr würde er geliebt werden. Das war sein Plan. Heute haben Mutter und Sohn keinen Kontakt mehr. Nelson befürchtet, dass er nicht mehr zwischen der Realität und seinen eigenen Geschichten unterscheiden kann. Dieses Buch ist ein offener Brief an Eminem, der ihn an die Wahrheit erinnern und mit seiner Mutter versöhnen soll.

 

 

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Anzahl:   Exemplar


Marshall als Kleinkind mit zweieinhalb Jahren. Porträtfoto mit zwölf Jahren. Mit 15 in seinen weißen Breakdanceklamotten. Marshall und seine Mutter im Tourbus.

Eminem

»You selfish bitch, I hope you fuckin’ burn in hell for this shit« ist nur eine Zeile aus Eminems weltweitem Hit Cleanin’ out my closet, in dem er mit seiner Mutter Debbie Nelson abrechnet. Diesem Song nach musste er seine Kindheit in Sozialwohnungen mit einer tablettensüchtigen Mutter mit Münchhausen-Syndrom verbringen, die ihm eingeredet hatte, er sei krank.

Schon seit Beginn seiner Karriere disste der Hip-Hop-Megastar seine Mutter auf der Bühne und bezeichnete sie in Interviews als »drogensüchtige Schlampe«, woraufhin sie ihn 1999 erfolglos auf zehn Millionen Dollar verklagte.

In Eminems Schauspieldebüt, dem stark autobiographisch geprägten Film 8 Mile, wird seine Mutter, gespielt von Kim Basinger, als alkoholkranke und sexsüchtige Rabenmutter gezeigt – damit geriet Debbie Nelson endgültig unter Beschuss. Teenager beleidigten und bespuckten sie auf offener Straße, ein Jugendlicher überfiel und beraubte sie sogar und auch die Medien ließen kein gutes Haar an ihr.

Eminem hat den Kontakt zu seiner Mutter abgebrochen und verbietet ihr, seine Tochter zu sehen.

Das Zitat

»Am Anfang machte ich Marshall zuliebe mit, als er sich als Unterschichtenrapper aus der Gosse inszenierte – und wenn ich einen Fehler als Mutter gemacht habe, dann den, dass ich meinem ältesten Sohn jede Marotte durchgehen ließ. Ich versuchte, es wiedergutzumachen, dass er seinen Vater nie kennengelernt hatte. Ich war nicht gerade begeistert, als er einen vollkommen neuen Lebenslauf für sich erfand – welche Mutter möchte schon als pillensüchtige Alkoholikerin bekannt werden, die von Sozialhilfe lebt. Ehrlich gesagt, hat es mir das Herz gebrochen. Immer mehr und immer größere Lügen wurden verbreitet, und zwar nicht nur von Marshall. Verwandte erzählten, ich habe ihn als Baby verlassen und sein Vater behauptete, er hätte Jahre damit zugebracht, nach seinem Sohn zu suchen, aber wir seien einfach verschwunden. Nichts davon stimmte.« Debbie Nelson

EMINEMS MUTTER

Jetzt erzählt Debbie Nelson ihre Seite der Geschichte und enthüllt die Wahrheit über Eminems Kindheit und seinen Aufstieg zum berühmtesten Rapper aller Zeiten. Als Eminems erstes Album floppte, half er dem Erfolg auf die Sprünge und erfand sich neu: als Kind aus der weißen Unterschicht, das mit seiner arbeitslosen und verrückten Mutter in einer Wohnwagensiedlung haust.

Nelson war schockiert, doch ihr Sohn beteuerte, das alles sei nur ein großer Witz. Die Eminem-Show konnte beginnen. Die Wirklichkeit sah anders aus, berichtet Nelson: Eminem musste niemals in einer Wohnwagensiedlung leben und seine angeblich süchtige Mutter verachtet Alkohol und Drogen. Sie habe Eminem viel Liebe geschenkt und ihn sehr verwöhnt. Sogar als er sie später verprügelte, habe sie zu ihm gehalten.

Alleinige Schuld an der Zerstörung ihrer Familie trage Eminems herzlose Exfrau Kim. Der extreme Drogenkonsum des millionenschweren Rappers habe seine Erinnerungen mit der Zeit verwischt und ihn so verwirrt, dass er an seinen eigenen Schwindel glaube. Trotz allem liebt Debbie Nelson ihr Kind und hofft, dass ihr Buch ein Schritt in Richtung Versöhnung ist.

Die Daten

  • Debbie Nelson
  • MEIN SOHN MARSHALL, MEIN SOHN EMINEM
  • DIE WAHRHEIT ÜBER MEIN LEBEN ALS EMINEMS MUTTER
  • Übersetzung: Nico Laubisch
  • 256 Seiten, separater Bildteil
  • Hardcover mit Schutzumschlag
  • Preis 17,90 EURO
  • ISBN 978-3-89602-843-3

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