Christian Anders

ES FÄHRT EIN ZUG NACH NIRGENDWO – DIE AUTORISIERTE BIOGRAFIE

Der Weg zum Ruhm ist steinig. Christian Anders ist ihn gegangen – hin und wieder zurück. Aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen war es schon immer sein Traum, das Leben eines Stars zu führen: Ruhm, Geld und Frauen – und zwar von allem möglichst reichlich. Doch nichts davon war jemals von Dauer: Der Reichtum wuchs und verschwand, der Applaus brandete auf und verstummte, die Frauen kamen und gingen.

 
 

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Der Star

Christian Anders wurde als Antonio Augusto Teichert 1945 in Bruck / Österreich geboren und wuchs in Italien und Deutschland auf. Nach einer Ausbildung zum Ingenieur, einer Elektro-Lehre bei der AEG und dem Besuch des Polytechnikums begann er seine musikalische Laufbahn als Sänger und Gitarrist mit der Band »Christian Anders and the Tonics«.

1966 erhielt Anders seinen ersten Plattenvertrag von dem Münchner Musikverlag Karl-Heinz Busse und wurde drei Jahre später mit dem Schlager »Geh’ nicht vorbei« zum erfolgreichsten deutschen Nachwuchssänger. In Rekordzeit verkaufte er 1,3 Millionen Platten und erhielt alle erdenklichen Auszeichnungen der Schlagerbranche.

Anders gründete einen eigenen Musikverlag und wurde zum regelmäßigen Gast der ZDF-Hitparade, der Hit-Shows von Radio Luxemburg und aller einschlägigen Unterhaltungssendungen in Funk und Fernsehen. Er textete, komponierte und arrangierte später fast alle seine Lieder selbst und landete bis heute unsterbliche Erfolge mit »Der Brief«, »Das Schiff der großen Illusionen« und vor allem mit »Es fährt ein Zug nach Nirgendwo« (1972).

Als Multitalent wirkte Christian Anders als Darsteller, Drehbuchautor, Regisseur, Produzent und Komponist in mehreren Filmen mit. Außerdem schrieb er Gedichte und Romane. Im Jahr 1987 siedelte er in die USA über, wo er als »Lanoo« ein neues Leben fand. Er schrieb das 2000-seitige »Buch des Lichts«. Sein Buch »Der Mann, der AIDS erfand« wurde zur Grundlage eines Ein-Personen-Theaterstücks, das er lange an kleinen Bühnen in Los Angeles aufführte. Außerdem betrieb er als »Lanoo« eine esoterische Schule, an der er Theosophie und Buddhismus lehrte.

Ab 1993 tauchte Anders sporadisch wieder in Deutschland auf - für Einzelauftritte, kleine Tourneen und Fernseh-Shows. Ende 2000 entschloss er sich nach der ZDF-Hitparaden-Tournee, nach Deutschland zurückzukehren. Nach allerlei wechselvollen Ereignissen und Fehlentscheidungen, die seine Karriere zeitweilig stagnieren ließen, hat sich für Anders jetzt alles erfolgreich verändert. Mit einem neuen Management, den »Power Brothers«, und einem Vertrag mit der einflussreichen Plattenfirma »Koch International« scheint dem großen Comeback dieses originellen und ungewöhnlichen deutschen Schlagerstars jetzt nichts mehr im Wege zu stehen. Eine neue CD kommt in Kürze auf den Markt und auch seine Musicals sollen neu produziert werden. Am 15. Januar 2005 wurde er 60 und er ist wieder da!

Das Buch

»Christian Anders: Es fährt ein Zug nach Nirgendwo. Die autorisierte Biografie« von Liselotte Millauer umfasst die ganze Lebensgeschichte des Sängers. Es ist das Porträt eines genialen Künstlers, dessen innere Zerrissenheit und Unruhe ihm seit jeher Fluch und Segen zugleich sind.

Spannend berichtet die Star-Reporterin und langjährige Freundin von Anders über die verschiedenen Stationen dieses ungewöhnlichen Lebens: von der weithin unbekannten Kindheit in Italien, den schwierigen Jugendjahren in Frankfurt und Garmisch mit Schlägereien, Karate und Gitarre; von der ersten Liebe und den ersten Erfolgen als Sänger für gerührte GIs; von den Höhen und Tiefen der Anfangsjahre mit euphorischen Erwartungen und bitteren Enttäuschungen; vom plötzlichen Ruhm, der über ihn hereinbrach, ihm »Geld ohne Ende« (wie er glaubte), einen goldenen Rolls Royce und Eingang in die High Society von Marbella schenkte; vom Zusammenbruch und Neuanfang in Los Angeles - die in Deutschland bisher weitgehend unbekannten Jahre in L. A. werden hier zum ersten Mal lebendig – bis zu seinem Umzug nach Koblenz im Jahr 2004.

Der Leser erfährt viele Einzelheiten aus dem Leben von Anders. Er erzählt, dass sein erstes Vorbild Freddy Quinn war, berichtet über seine Freundschaft mit Sean Connery, der ihm für fünf Jahre das Haus neben seinem Bungalow in Marbella vermietete, und verrät außerdem, dass er zu Hause am liebsten mit Schokolade belegtes Butterbrot isst. Auch der Skandal, den er verursachte, als er bei einer »Don Giovanni«-Premiere in der Berliner Staatsoper im Mozart-Kostüm auftrat, wird noch einmal lebendig. Er sang im Opernfoyer »Don Giovanni«, dozierte über die Reinkarnationslehre und rief aus: »Ich bin die Wiedergeburt von Mozart«.

Auch von seinen Zweifeln ist die Rede, seinen tiefen Depressionen, die sich mit Höhenflügen und kreativen Phasen abwechselten. Die Biografie von Liselotte Millauer zeichnet sich durch Detailkenntnis, genaue Recherchen und einen kritischen Blick aus. Es ist diese Mischung aus intimer Kenntnis der Freundin und der analytischen Distanz der Journalistin, die diese Biografie ungewöhnlich und spannend macht. Einfühlsam, manchmal zornig und ironisch beschreibt die Autorin die vielschichtige Persönlichkeit des Künstlers und lässt die Leser hinter die Kulissen der großen deutschen Schlagerzeit der sechziger und siebziger Jahre blicken. Es kommen Freunde, Feinde und Kollegen aus der Schlagerbranche zu Wort. Viele Privatfotos ergänzen das Buch.

Die Autorin

Die Journalistin und Autorin Liselotte Millauer ist international bekannt geworden durch ihre ausführlichen psychologischen Porträt-Interviews. Als langjährige Chefreporterin der »Bild am Sonntag« und »Welt am Sonntag«, später auch für die ZDF-Sendung »exklusiv«, interviewte sie viele der berühmtesten Persönlichkeiten aus aller Welt: u.a. Staatsoberhäupter, wie Indira Gandhi, den Schah von Persien, Ronald Reagan, König Hussein von Jordanien und Fürst Rainier von Monaco, deutsche und europäische Spitzenpolitiker, aber auch Hollywoodgrößen wie Cary Grant, Federico Fellini, Kirk Douglas, Henry Fonda, May West und Alfred Hitchcock.

Liselotte Millauer zog im September 1991 mit ihrer Tochter Alex (Vater ist der Schauspieler Carl Schell) nach Hollywood. Seitdem arbeitet die Autorin als Auslandskorrespondentin u.a. für die Pariser Presseagentur SIPA. In Los Angeles traf sie im Jahr 1992 Christian Anders, mit dem sie bis heute eng befreundet ist.

Die Daten

  • CHRISTIAN ANDERS: ES FÄHRT EIN ZUG NACH NIRGENDWO
  • Die autorisierte Biografie
  • Von Liselotte Millauer
  • Ca. 400 Seiten und etwa 100 Abbildungen
  • Hardcover mit Schutzumschlag mit separatem Bildteil
  • ISBN 3-89602-646-1
  • 19,90 Euro

Die Presse

»Der Schauspieler erzählt offen und ehrlich über sein bewegtes Leben, mit allen Höhen und Tiefen. Lesenswert.«
Neue Welt

»Eine pikante Lebens- und Sex-Beichte.«
Schöne Woche