Beichte eines Fremdgängers
Beichte eines Fremdgängers
Als Marco seine Freundin zum ersten Mal betrügt, geht es ihm um Rache: Er hat es satt, ständig von ihr verleugnet zu werden. Doch es bleibt nicht bei dem einen Mal – schnell kommt er auf den Geschmack, genießt den Nervenkitzel, einen Menschen rücksichtslos zu hintergehen, und baut sich nach und nach ein komplexes Doppelleben auf.
Beichte eines Fremdgängers ist das Psychogramm eines egoistischen Machtmenschen. Schonungslos ehrlich erzählt Marco Beckes, wie er zu dem Scheißkerl wurde, der er heute ist: einfallsreich, gewissenlos und immer auf der Suche nach der nächsten schnellen Nummer.
Das Thema
Seitensprünge kommen in den besten Beziehungen vor – ein einmaliger Ausrutscher kann leicht passieren. Doch es ist etwas anderes, wenn der Betrug am eigenen Partner System hat und das, was als einmalige erotische Eskapade begann, zur Sucht wird, die das ganze Leben bestimmt.
Statistiken zeigen, dass fast jeder zweite Deutsche fremdgeht. Manche tun es, um dem faden Beziehungsalltag eine feurige Note zu geben, andere reizt das Machtgefühl, das sie haben, wenn sie ihren Freund oder ihre Freundin mit Leichtigkeit an der Nase herumführen.
In jedem Fall ist Fremdgehen ein gefährliches Unterfangen – Lebensentwürfe, ja, ganze Familienschicksale stehen auf dem Spiel, denn wenn man auffliegt, droht oft das soziale Aus: Sei es das Ende der Beziehung oder die Ächtung im Freundeskreis. Doch genau das gibt Fremdgängern oft den allergrößten Kick.
Das Buch
»Du bist nicht gut genug für unsere Tochter!« Kristinas Vater weiß von Anfang an besser, wer für sein Nesthäkchen der Richtige ist, beziehungsweise wer es definitiv nicht ist: Marco. Und Kristina schafft es nicht, sich vom übermächtigen Patriarchen zu emanzipieren und zu ihrer Beziehung mit Marco zu stehen. Eines Tages hat Marco die Schnauze voll und rächt sich: Für jede Demütigung durch seine Freundin schläft er mit einer anderen.
Was als Rachefeldzug beginnt, entwickelt sich bald zu einer fatalen Obsession: Marco mutiert zum Arschloch par excellence, ist stets mit fünf potenziellen Gespielinnen gleichzeitig in Kontakt, mit denen er seine Kristina nach Strich und Faden betrügt. Dabei verfängt er sich immer mehr in seinem einst so fein gesponnenen Netz aus Lügen und Täuschungen, bis die Katastrophe unvermeidbar scheint. Trotz allem ist sich Marco sicher: Kristina ist die Frau seines Lebens.
Das Zitat
»Facebook und StudiVZ sind ein Segen – die perfekten Flirtbörsen. Es gibt Wochen, in denen schreibe ich dreißig Frauen an. Es ist keine Seltenheit, dass einige mehrfach Post von mir kriegen. Ich kann mir ja nicht merken, bei wem ich es schon probiert habe.
Für meine Flirtoffensive habe ich einen Standardtext verfasst. Er ist das Ergebnis zahlreicher Versuche. Ich muss eigentlich immer nur den Namen austauschen. Und ein, zwei Sätze individuell aufs Profil der Frau abstimmen. Frau muss merken, dass ich mich mit ihr ›auseinandergesetzt‹ habe. Ich unterstelle den Frauen, sie hätten mich angeschrieben und ich würde nur antworten. So unglaublich es klingt: Es funktioniert. Dabei bin ich derjenige, der sie aussucht und ihnen die erste Nachricht schickt. Trotzdem kommen immer verwunderte Antworten: ›Ich hab dir keine Nachricht geschickt. Aber was machst du so? Du scheinst laut deinem Profil viel unterwegs zu sein …‹
Und schon sind wir im Gespräch. Ich antworte, stelle neue Fragen. Dann ist sie wieder dran. Und irgendwann bin ich zufällig in ihrer Nähe und treffe sie zum Essen. Natürlich zahle ich. Und bingo!«
Marco Beckes
Der Autor
Marco Beckes ist 34 Jahre alt, Wahlberliner und verfügt über ein überdurchschnittlich hohes Einkommen. Seine Freunde bezeichnen ihn als zuverlässigen, witzigen und großzügigen Kerl. Eigentlich eine gute Partie. Seine Schwiegereltern in spe würden jedoch sagen: »Ein grauenvoller Mensch. Vorlaut, anmaßend, unterprivilegiert. Kein Umgang für unsere Tochter.« Damit er sein unmoralisches Doppelleben weiterführen kann, schreibt er unter Pseudonym.
Die Daten
- Marco Beckes
- BEICHTE EINES FREMDGÄNGERS
- Die wahre Geschichte eines verlogenen Schweins
- ca. 240 Seiten | Taschenbuch
- ISBN 978-3-86265-077-4
- 9,95 EUR (D)
- Erscheint am 1. September 2011

