Tipps für Autorinnen

Sie haben Lust, für ANAIS zu schreiben?


Das trifft sich gut, denn wir suchen talentierte junge Autorinnen!

ANAIS steht für spannende, intelligente und lustvolle Romane und Erzählbände. Wir haben ANAIS entwickelt, weil wir nicht ständig ins Klassikerregal greifen möchten, um richtig gute Erotika zu lesen.

Bitte lesen Sie nachfolgende Tipps!

Was wir verlegen:


Dass es bei ANAIS um explizite erotische Literatur von Frauen geht, ist klar. Alles was Spaß macht, (fast) egal in welcher Spielart, von zartestem Vanilla bis zu härterem S/M ist alles möglich. Hier ein paar ganz allgemeine Gedanken, was wir für ANAIS suchen - und was nicht:

Die Zielgruppe von ANAIS sind ganz klar Frauen, ebenso wie die Bücher ausschließlich von Autorinnen stammen. Wir suchen realistische Geschichten aus der Gegenwart mit Identifikationspotential, zum Beispiel aus dem Club hier um die Ecke, wo das wahre Leben spielt. Es ist das Einfache, das so schwer zu schreiben ist. Die Heldinnen sollten ganz normale Jobs und ein ganz normales Leben haben, also keine Millionenerbinnen oder Prinzessinnen sein.

Die Themen, die wir suchen, dürfen gern sehr explizit sein, kein verschämtes Wischiwaschi. Die sexuellen Orientierungen der Protagonisten können gern auch mal breiter angelegt sein als nur Frau - Mann, wenn es für die Story interessant ist. Auch S/M ist kein Problem, sofern es sich nicht um angelesenes Wissen handelt, sondern um ureigenste Kenntnisse - sonst wird es unglaubwürdig. Das ist überhaupt das wichtigste - diese Authentizität, ganz egal in welcher Spielart.

Dem Selbstverständnis der Reihe entspricht es, dass Sex als ganz normaler Teil des Lebens beschrieben und nicht ausgeblendet wird. Absolute Voraussetzung ist konsensuelle Sexualität, in welcher Ausrichtung auch immer. Die Protagonisten müssen als sexuelle Subjekte handeln und reflektieren.

Formal bevorzugen wir in der ganz großen Mehrzahl in sich abgeschlossene Romane. In Romanen haben die Figuren genug Entwicklungspotential, und auch darum geht es ja, und nicht um die bloße Aneinanderreihung von erotischen Begebenheiten. Für Erzählungen haben wir nur relativ selten eine Verwendung, und wenn dann nur in der Form einer längeren Erzählung, so dass etwa drei Erzählungen zu einem Erzählband einer Autorin werden können. Kurzerzählungen verlegen wir leider nicht.

Und natürlich arbeiten wir absolut bevorzugt mit Autorinnen, die mit ihrem Namen und ihrem Gesicht hinter dem Buch stehen, das sie schreiben, und gemeinsam mit dem Verlag eine professionelle Pressearbeit machen und auch zu Lesungen zur Verfügung stehen. Autorinnen unter Pseudonym suchen wir auf absehbare Zeit leider fast nicht mehr bzw. nehmen Manuskripte unter Pseudonym nur noch in außergewöhnlichen Einzelfällen an.

Zusammenfassung: Wir suchen realistische Geschichten aus der deutschen Gegenwart mit klarem Identifikationspotential für heutige Leserinnen. Dafür steht ANAIS, und das macht ANAIS als Reihe so einzigartig. Wenn Sie uns ein zu diesem Konzept passendes Manuskript einreichen wollen, freuen wir uns sehr über Ihre Kontaktaufnahme!

Was wir nicht verlegen:


Manchmal wird erotische Literatur als die bloße Ansammlung von Sexszenen mit möglichst vielen sogenannten »erotischen Worten« missverstanden. Wir bitten um Verständnis: Das alles interessiert uns nicht.

Wir möchten definitiv keine »Lustgrotten«, keinen »Pfahl«, keinen »Prügel«, keine »pralle Eichel«, keine »geöffneten Schamlippen« und ähnliche vollkommen klischeehafte und unerotische Wortwahl: »Die Schamlippen ihrer Lustgrotte waren weit geöffnet und erwarteten seinen Pfahl, dessen pralle Eichel glänzte.« Nein, danke!

Wir können auch mit pseudo-poetischen Phantasiewörtern oder aus dem Kamasutra übernommene Bezeichnungen nichts anfangen. Es muss auch nicht jeder Schwanz gigantisch sein, nicht jede Brust riesengroß. Das ist alles ödes Klischee und passt nicht in unser Programm.

Ebenso interessiert es uns nicht, wenn die Heldinnen und Helden der Geschichten keine soziale Biographie haben, nicht plastisch vor dem Auge des Lesers werden und keine Entwicklung im Laufe der Handlung durchlaufen. Wir suchen wirklich nach interessanten Handlungen, und nach komplexen Figuren und Charakteren, uns interessiert nicht die x-te Wiederholung bekannter Klischees.

Alles Übersinnliche schließen wir komplett aus, sei es Eso, Rückführung, Shapeshifter, Vampire, Werwölfe etc.pp. Auch ferne Inseln, Forschungsreisen zu furchterregenden, aber gut bestückten Eingeborenen und reine Urlaubsträumereien sind uninteressant. Gleiches gilt auch für Krimis oder Thriller mit eingefügten Sexszenen. Ebenso wie unvereinbarte Gewalt, Waffen, Schulmädchendisziplinierung, Zoophilie etc.

Der ganze Bereich Onlinedating - Cyberromanze - eMailroman ist nicht mehr wirklich interessant, auch nicht, wenn er auf realen Briefwechseln beruht. Schmissige Standardware - "Blondgelockte Werbeagenturbesitzerin trifft auf italienischen Galeristen und beginnt eine leidenschaftliche Affäre, die nach mehreren naheliegenden Stationen in der großen Liebe mündet" - ist uns zu klischeehaft.

Männliche Autoren kommen für ANAIS leider wirklich nicht in Frage, das ist grundsätzlich so. Manuskripte von männlichen Autoren werden von uns aus Zeitgründen nicht geprüft. Wir möchten Sie auch bitten, uns keine Manuskripte unter einem weiblichen Pseudonym zu schicken, das entspricht nicht dem Konzept der Reihe ANAIS. Vielen herzlichen Dank für Ihr Verständnis!

Dies alles ist nicht, wofür ANAIS steht. Bitte beachten Sie die vorstehenden Punkte vor einer Manuskripteinreichung bei ANAIS, da wir Manuskripte, die nicht ins Reihenkonzept passen, leider auch nicht im Detail prüfen können.

Was wir von Ihnen benötigen:

  • Exposé: Eine kurze, aber dennoch nachvollziehbare Zusammenfassung des Inhalts der Kapitel bzw. Erzählungen, die in Ihrem Buch enthalten sein sollen. Im Exposé muss von Anfang bis zum Ende des Buches klar werden, wie sich der ganze Roman mit seiner Handlung und die Figuren innerhalb der Handlung entwickeln. Das Exposé ist die notwendige Basis eines Buches.
  • Textproben: Die Textproben (nicht unter 20-25 Seiten) sollten einen Eindruck Ihrer typischen Schreibweise vermitteln. Die Textproben sollen dabei sowohl die Figuren in ihrem Alltag charakterisieren als auch explizite Sexszenen enthalten. Wir benötigen also beides - Szenen mit Sex und Szenen ohne Sex, um zu sehen, ob Sie beides schreiben können.
  • Lebenslauf, bitte mit Foto: Eine Darstellung Ihrer Person, in der wir Sie etwas kennenlernen können und in der Sie auch auf Ihr Interesse am (erotischen) Schreiben eingehen können.
  • Kontaktinformationen: E-Mail, Telefon und Postadresse. Wir werden Ihre Daten selbstverständlich vertraulich behandeln.
  • Beachten Sie bitte, dass wir wirklich alle vorstehend genannten Materialien benötigen. Ein Textauszug ohne ein Exposé können wir ebensowenig prüfen, wie ein Exposé ohne Textprobe. Und dass anonyme Zusendungen ohne Lebenslauf und Autorinnenfoto nicht weiter beachtet werden können, ist sicher auch verständlich.

Weitere Tipps:

  • Achten Sie in Ihren Texten auf gute Lesbarkeit, auf eine sehr gute Orthographie und Grammatik, und setzen Sie genügend Absätze.
  • Benutzen Sie eine Standardschrift (z.B. Times New Roman, 12) sowie weite Zeilenabstände (1,5) und großzügige Seitenränder.
  • Bitte schicken Sie alle Unterlagen in elektronischer Form, zum Beispiel als Word- oder OpenOffice-Datei (Texte) und als JPG (Autorenfoto)
  • Benennen Sie die Dateien sinnvoll und für uns nachvollziehbar, beispielsweise »ROMANTITEL - Leseprobe.doc«, »ROMANTITEL - Expose.doc«, »NAME DER ROMANAUTORIN - Lebenslauf.doc«, »NAME DER ROMANAUTORIN - Autorenfoto.jpg«
  • Fügen Sie die entsprechenden Dateien einer E-Mail als Attachment bei, bitte senden Sie keine CDs / DVDs per Post.

Was passiert dann?


Wir prüfen Ihre Zusendung, das kann jedoch aufgrund der vielen Zusendungen mehrere Wochen, im Ausnahmefall auch bis zu 3 Monaten, in Anspruch nehmen. Wir bitten Sie um Verständnis: Wir sind ein kleiner Verlag und haben ein Riesenpensum Arbeit auf dem Tisch.

Wenn Ihr Manuskript für uns in Frage kommt, dann werden wir Sie zu einem Gespräch in den Verlag einladen und alles weitere mit Ihnen persönlich besprechen. Bei ANAIS bieten wir Ihnen geregelte und faire Konditionen: Wir zahlen einen verrechenbaren Vorschuss und eine Verkaufsbeteiligung.

Wenn Ihr Manuskript für uns nicht in Frage kommt, werden wir Ihnen per E-Mail eine Absage senden. Vermutlich wird es daran liegen, dass es nicht ins hier auf dieser Seite beschriebene Reihenkonzept passt.

Lese-Empfehlungen

Ganz besonders möchten wir Ihnen die beiden deutschen Autorinnen aus dem aktuellen ANAIS-Programm als Lese-Empfehlung ans Herz legen.

Diese beiden Bücher sind sehr gute Beispiele für die Art von Literatur, die uns bei ANAIS interessiert. Beide Bücher sind sehr eigenwillig und sehr eigenständig, auch das macht sie so reizvoll.

• Rebecca Martin: Frühling und so (ANAIS 1)

• Cornelia Jönsson: Spieler wie wir (ANAIS 2)

Wohin damit?


Bitte senden Sie Ihr E-Mail an info@anais.de, zu Händen von Jennifer Kroll.

Wir freuen uns auf Ihre Ideen und Manuskripte!

Ihr ANAIS-Team.